

Die Rückzahlung des Kredits basiert auf Exporterlösen, wobei die Käufer der Ware in der Regel in OECD-Ländern ansässig sein müssen. Üblicherweise wird die Herstellung oder Verarbeitung sowie der Export von Commodities finanziert und das Lieferrisiko ganz oder teilweise von der BHF-BANK übernommen. Hierfür überprüfen wir neben Produktionsanlagen, Rohstoffversorgung, Infrastruktur etc. auch die Reputation des Rohstoffproduzenten im Markt hinsichtlich Vertragserfüllung (Qualität, Pünktlichkeit etc.).
Folgende Finanzierungsvarianten werden eingesetzt:
Exportvorfinanzierung
Eine Exportvorfinanzierung ist ein Kredit, der entweder direkt oder über den Abnehmer an einen Rohstoff-Produzenten in einem Schwellenland gewährt wird. Mit dem Kredit soll der Rohstoff-Produzent in die Lage versetzt werden, die Handelsware zu fördern bzw. herzustellen und auszuführen. Üblicherweise werden so börsennotierte Rohstoffe und Produkte wie beispielsweise Kupfer, Kakao, Rohöl und Ölprodukte finanziert.
Neben der Finanzierung übernehmen wir vollständig oder teilweise auch das Lieferrisiko des Exporteurs. Die Rückzahlung des Kredits erfolgt aus den Verkaufserlösen der finanzierten Handelsware.
Countertrade-Finanzierung
Vertragspartner in Schwellenländern verlangen gelegentlich, die Bezahlung auf Basis eines Gegengeschäfts abzuwickeln. Dies bedeutet ein Lieferrisiko seitens des ausländischen Unternehmens, da das deutsche Unternehmen meist (teilweise) vorleistungspflichtig ist. Im Rahmen von solchen Countertrade-Transaktionen übernehmen wir neben der Finanzierungsstrukturierung auch die Abwicklung der einzelnen Liefergeschäfte und das Lieferrisiko vollständig oder teilweise.
Tolling
Im Rahmen von Tollings finanzieren wir den Einkauf der Vorprodukte bis zur Lieferung der umgearbeiteten Erzeugnisse. Dabei übernimmt die BHF-BANK das Umarbeitungs- und Lieferrisiko Ihres ausländischen Partners in einem vorher vereinbarten Umfang. Tollings spielen vor allem im Metallsektor eine Rolle.