

Ein Devisenkassageschäft stellt den Tausch einer Währung in eine beliebige andere Währung dar. Die Erfüllung des Geschäfts findet in der Regel mit einer Valuta von zwei Bankarbeitstagen statt. Der zugrunde liegende Kurs ist der Kassakurs, auch Spot Rate genannt.

Unter einem Devisentermingeschäft, auch FX Outright genannt, versteht man die verbindliche Vereinbarung zweier Parteien, zu einem zukünftigen Zeitpunkt einen fest definierten Betrag einer Währung gegen eine andere Währung zu tauschen.
Der Terminkurs setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Kassakurs und dem Terminaufschlag oder -abschlag (auch Swap genannt). Dieser drückt die Zinsdifferenz zwischen den beteiligten Währungen aus.

Das Devisentermingeschäft ist das ideale Instrument, um offene Währungspositionen komplett abzusichern.
Bei einem FX Outright entstehen keine Absicherungskosten (lediglich die Differenz der Zinssätze). Durch die komplette Absicherung ist keine Partizipation an positiven Wechselkursänderungen möglich.
Die Laufzeitoption ist eine spezielle Art des Devisentermingeschäftes. Hierbei wird statt eines bestimmten Fälligkeitsdatums ein Zeitraum vereinbart, innerhalb dessen man das Termingeschäft - durchaus auch in Teilbeträgen - abrufen kann.
Analog zum klassischen Termingeschäft wird auch im Falle der Laufzeitoption der zukünftige Kurs verbindlich abgesprochen. Der Terminkurs beinhaltet ebenfalls Kassakurs und Terminaufschlag bzw. -abschlag.
Diese Produktvariante wird heutzutage nur noch selten gehandelt, da die zeitliche Flexibilität stark zu Lasten des Pricings geht. Sinnvoller ist es meist, ein klassisches Termingeschäft abzuschließen und die Zeitvariable durch Devisenswaps zu steuern.
Es handelt sich hierbei um ein Termingeschäft mit Barausgleich bei Fälligkeit.
Dieses Produkt dient der Absicherung des Kursrisikos nicht konvertibler Währungen (aufgrund von Restriktionen oder fehlendem Terminmarkt). Dies gilt vor allem für die sogenannten "Emerging Markets"- Währungen.
Im NDF wird die nicht frei konvertierbare Währung (z.B. koreanischer Won) gegen eine frei konvertierbare Währung (i.d.R. USD) gehandelt. Ein NDF-Kontrakt wird über einen festen Betrag der nicht frei konvertierbaren Währung, auf einen bestimmten Fällligkeitstag und zu einem vereinbarten Terminkurs abgeschlossen. Bei Geschäftsabschluss wird ein für das Fälligkeitsdatum relavanter Referenzkurs vereinbart.
Bei Fälligkeit wird der Referenz-Kurs mit dem vereinbarten Terminkurs verglichen und die Differenz wird in der konvertierbaren Währung am Fälligkeitstag bezahlt. In der nicht konvertierbaren Währung findet keine Zahlung statt.
Kauf oder Verkauf einer Währung mit Kassavaluta bei gleichzeitigem Gegengeschäft mit zukünftiger Valuta zu dem entsprechenden Terminkurs. Es handelt sich also eigentlich nur um einen Währungsaustausch für eine bestimmte Zeit, die durch den Terminaufschlag bzw. -abschlag (d.h. die Zinsdifferenz der jeweiligen Währungen, ausgedrückt in Dezimalstellen) in Anrechnung gebracht wird. Synthetisch ließe sich der Swap auch durch ein Depot in der einen und einen gleichzeitigen Kredit in der anderen Währung darstellen.
Ein Devisenswap, bei dem beide Valuten in der Zukunft liegen (> Kasse), nennt man Forward/Forward.
Ein Devisenswap, bei dem unterschiedliche Nominalbeträge gehandelt werden, nennt man Non-Round Swap.
| Devisenoption | |
Definition Durch den Kauf einer Option erwirbt der Käufer gegen Zahlung einer Prämie das Recht, eine im voraus festgelegte Menge eines Basiswertes (Underlying) zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt (europäische Option) oder innerhalb einer Laufzeit (amerikanische Option) zu einem bestimmten Preis (Basispreis) zu kaufen (Call Option) oder zu verkaufen (Put Option). | |

| Call Option | Put Option | |
| Kauf | Recht, den vereinbarten Betrag einer Währung zum Ausübungspreis zu beziehen | Recht, den vereinbarten Betrag einer Währung zum Ausübungspreis zu liefern |
| Verkauf | Pflicht, den vereinbarten Betrag einer Währung zum Ausübungspreis zu liefern | Pflicht, den vereinbarten Betrag einer Währung zum Ausübungspreis zu beziehen |
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| Entspricht der Basispreis dem aktuellen Terminkurs, spricht man von am-Geld oder at-the-money Optionen. Ist der Basispreis niedriger als der Terminkurs, spricht man bei Call Optionen von in-the-money und bei Put Optionen von out-of-the-money Optionen. Ist der Basispreis höher als der Terminkurs, spricht man bei Call Optionen von out-of-the-money und bei Put Optionen von in-the-money Optionen. | |
| Diese Standardoptionen, auch Plain-Vanilla genannt, kann man selbstverständlich kombinieren. Durch Einsatz von Optionskombinationen lassen sich die Prämienkosten reduzieren, allerdings bei gleichzeitiger Begrenzung des Gewinnpotentials. | |
| Exotic Options | |
| Die nächste Optionsgeneration fasst man unter dem Begriff Exotic Options zusammen. Es handelt sich hierbei um Optionsstrukturen, die durch komplexere Gestaltung auf bestimmte Marktkonstellationen eingehen. Sie zeichnen sich - im Vergleich zu Standardoptionen - durch geringere Prämienkosten aus, im Gegenzug kreiert man aber auch neue Risiken. | |
| Die gängigste (und einfachste) Variante sind Barrier Optionen, deren Wert/Existenz vom Erreichen eines bestimmten Kursniveaus (Barrier) während der Optionslaufzeit abhängt. | |
| Es existiert eine Vielzahl von exotischen Optionsstrukturen, die ständig weiterentwickelt werden. | |
| Bitte kontaktieren Sie unseren Devisenhandel für auf Ihre Problemstellung zugeschnittenen Strategien! | |
| Zwei Bankarbeitstage nach Abschluß Ausnahme: USD/CAD (Funds) mit einem Bankarbeitstag |
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| Neben den lokalen Feiertagskalendern richten sich alle Währungspaare nach den US-Feiertagen. | ||
| Die USA feiern am 4.Juli ihren Unabhängigkeitstag. Am 2. Juli wäre die Kassavaluta also der 5. Juli - auch für solche Währungspaare, die nicht den Dollar beinhalten. |
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| Fällt die Kassavaluta des Termins auf den Monatsultimo (letzter Arbeitstag des Monats), werden die glatten Laufzeiten ebenfalls auf den Ultimo gerechnet. | ||
| Kassavaluta 28.2.2003 Fälligkeit 1 Monat = 31.3.2003 3 Monate = 30.5.2003 |
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| Da in arabischen Ländern der Freitag kein Arbeitstag ist, kann auf Wunsch zwar
Valuta Freitag gehandelt werden, der Betrag der jeweiligen arabischen Währung
würde aber erst am Samstag fließen. Ansonsten springt die Kassavaluta auf den nächsten Arbeitstag. |
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Mengennotierung
Kosten einer Einheit der Heimatwährung ausgedrückt in Einheiten der Fremdwährung. Die quotierte Währung ist der Euro.
Bsp.: EUR-USD = 1.0800 USD je EUR => 1 EUR = 1.0800 USD
Preisnotierung
Kosten einer Einheit der Fremdwährung ausgedrückt in Einheiten der Heimatwährung (Reziprok der Mengennotierung).
Bsp.: USD-EUR = 0,9259 EUR je USD => 1 USD = 0,9259 EUR
Bis zur Euro-Einführung war in Deutschland die Preisnotierung üblich. Seit dem 1.1.1999 wird die Mengennotierung angewendet.
Bei der Kursquotierung wird üblicherweise eine Geld- und eine Briefseite angegeben:
z.B: EUR/USD: 1,0805 - 1,0810.
Geldkurs: 1 EUR = 1,0805 USD
Briefkurs: 1 EUR = 1,0810 USD
Eine Firma hat in sechs Monaten eine Zahlungsverpflichtung von fünf Millionen US-Dollar zu begleichen. Man möchte sich das heutige EUR/$-Kursniveau sichern, um sich vor einem steigenden Dollar zu schützen. Welche Möglichkeiten der Absicherung gibt es?
1. Abschluß eines FX Outrights
Kauf von USD / Verkauf von EUR auf Termin sechs Monate
2. Abschluß einer Devisenoption
Kauf eines EUR Puts / USD Calls, Laufzeit sechs Monate,
Basispreis je nach Risikoappetit bzw. Prämienaufwand
3. Abschluss einer Optionskombination
(gleichzeitiger Kauf und Verkauf von EUR Calls und Puts mit
unterschiedlichen Basispreisen)
4. Abschluss einer "exotischen Option" (bzw. -kombination)
Optionen, deren Risikoprofil sich mit Laufzeit und Kursverlauf ändert
AKTIVES MANAGEMENT ERFORDERLICH!
Bitte kontaktieren Sie unseren Devisenhandel für auf Ihre Problemstellung zugeschnittene Strategien!
Eine Firma wird in sechs Monaten einen Zahlungseingang von fünf Millionen US-Dollar erhalten. Man möchte sich das heutige EUR/$-Kursniveau sichern, um sich vor einem fallenden Dollar zu schützen. Welche Möglichkeiten der Absicherung gibt es?
1. Abschluß eines FX Outrights
Verkauf von USD / Kauf von EUR auf Termin sechs Monate
2. Abschluß einer Devisenoption
Kauf eines EUR Calls / USD Puts, Laufzeit sechs Monate,
Basispreis je nach Risikoappetit bzw. Prämienaufwand
3. Abschluss einer Optionskombination
(gleichzeitiger Kauf und Verkauf von EUR Calls und Puts mit
unterschiedlichen Basispreisen)
4. Abschluss einer "exotischen Option" (bzw. -kombination)
Optionen, deren Risikoprofil sich mit Laufzeit und Kursverlauf ändert
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Der Goldstandard (1880 - 1914)
Der Goldstandard bildete ein System fester Wechselkurse, der Wert jeder Währung war durch eine bestimmte Menge Feingold fixiert. Erstmals wurde so ein breiter internationaler Handel über Bankguthaben möglich. Die Notenbanken der einzelnen Staaten waren zum Umtausch der Währungen in Gold verpflichtet. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges brach dieses System zusammen.
Die "Zwischenkriegszeit" (1918 - 1939)
Nach dem Ersten Weltkrieg sollte die Stabilität des Goldstandards wieder hergestellt werden. 1922 wurde in Genua der Gold-Devisen-Standard ausgerufen, der wiederum Paritäten zum Gold fixierte. Die Versuche, durch Gelddrucken die Kriegsverschuldung zu tilgen, trieben die Inflationsraten der beteiligten Länder weit auseinander. Durch die Weltwirtschaftskrise von 1929 kam es zum Scheitern des Gold-Devisen-Standards.
Das "Bretton Woods"-System (1944 - 1970)
Im Juli 1944 wurde das Festkurssystem von Bretton Woods eingeführt und der Internationale Währungsfonds (IWF) als Überwachungsorgan eingesetzt. Die Paritäten wurden zum Gold oder dem US-Dollar festgelegt. 1958 wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ins Leben gerufen. In den 60er Jahren kam es zu einem Zahlungsbilanzdefizit der USA, in dessen Folge Kapital aus den USA nach Europa floss.
Zusammenbruch fester Wechselkurse (1971 - 1973)
Im August 1971 erklärten die USA die Goldkonvertibilität des US-Dollar für beendet. Im Dezember 1971 wurden durch das Smithsonian Agreement neue Paritäten festgelegt. Anfang 1973 kam es jedoch zu weiteren US-Dollar Abwertungen.
Im Frühjahr 1973 lösten viele europäische Staaten ihre Währung von der Dollarparität und es wurden flexible Wechselkurse gegenüber dem US-Dollar eingeführt.
Die Währungsordnung seit 1973
Im Jahr 1979 wurde das Europäische Währungssystem (EWS) eingeführt, womit der ECU (European Currency Unit) als Abrechnungswährung verankert wurde.
Im November 1993 trat das Abkommen von Maastricht in Kraft, welches den Übergang zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion regeln sollte.
Ende 1998 wurden die Wechselkurse fixiert und am 01.01.1999 der Euro bargeldlos eingeführt; seit 2002 ist Euro Noten- und Münzgeld im Umlauf.

