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Binäre Optionen Diese Optionen sind die einfachste Art der exotischen Optionen. Sie sind eine Wette darauf, dass ein bestimmter Marktwert (z.B. ein Zinssatz oder ein Devisenkurs) ein Level unter- oder oberhalb des Strikepreises erreicht - die Option also im Geld ist. Bei Gewinn der Wette wird ein im Voraus bestimmter Geldbetrag fällig, der unabhängig von dem erreichten Niveau des Underlying bei Fälligkeit ist ("alles oder nichts"). ![]() Cap Beschreibung Vereinbart wird:
gegen Zahlung einer Prämie. Wirkungsweise Der Cap dient der Absicherung des Risikos steigender kurzfristiger Zinsen. Überschreitet der Referenzzinssatz (LIBOR) an den vereinbarten Stichtagen die vorgegebene Zinsobergrenze (Strike), wird die Zinsdifferenz, bezogen auf den Nominalbetrag und die jeweilige Zinsperiode, am Ende der Zinsperiode an den Käufer ausgeschüttet. Ausschüttung Nominalbetrag x (EURIBOR ./. Cap-Strike) x Tage Zinsperiode/360 Beispiel:
Anwendungsmöglichkeiten Z.Bsp. kann durch den Kauf eines Caps das Risiko zinsvariabler Kredite begrenzt werden. Das Unternehmen ist gegen steigende Zinssätze abgesichert, kann aber weiterhin an fallenden Zinssätzen in vollem Umfang partizipieren. Der Verkäufer eines Caps trägt das Risiko, bei steigenden Zinssätzen in Anspruch genommen zu werden (Stillhalterposition), wofür er eine Prämie erhält. Der Abschluss eines Caps ist unabhängig von dem Grundgeschäft. Ein Cap kann auch für bereits bestehende Grundgeschäfte abgeschlossen werden. Cap-Produkte Forward-Cap: Ein Cap mit in der Zukunft liegendem Laufzeitbeginn. Constant Maturity Swap Bei einem normalen Swap (wie beschrieben) wird ein variabler Zins (EURIBOR) gegen einen Festzins für eine bestimmte Laufzeit getauscht. Der Festsatz ist der entsprechende Laufzeitzins und bleibt für die Laufzeit konstant. Bei einem Constant Maturity Swap (CMS) erfolgt die Modifizierung einer der beiden Seiten so, dass in einem bestimmten regelmäßigen Zeitabstand eine Anpassung der Zinssätze an den Marktzins erfolgt. Dabei werden die Anpassungen in Zeitabständen vorgenommen, die nicht ihrer Laufzeit entsprechen. Zum Beispiel: 5-Jahres-CM-Receiver Swap gegen 6-M-EURIBOR, jährliche Anpassung der Festseite: Der Kunde empfängt 5 Jahre lang für jeweils ein Jahr den 5-Jahres-Swapsatz und zahlt den 6-M-EURIBOR + Spread. Der 5-Jahres-Swapsatz wird jährlich neu angepaßt. Grundsätzlich ist der CMS relativ insensitiv gegenüber absoluten Zinsänderungen, aber sehr sensitiv gegenüber Drehungen der Zinsstrukturkurve. Ist die Zinsstrukturkurve steil, lässt sich durch diese Konstruktion ein sehr hoher Festzins bzw. EURIBOR-Aufschlag erzielen, da alle für die Laufzeit relevanten und damit hohen Forward-Zinsen in das Pricing eingehen. Analoge Strategien lassen sich für Kreditnehmer oder für Situationen, in denen die Zinsstrukturkurve invers ist, entwickeln. EURIBOR in Arrears Swap Bei einer regulären Finanzierung auf EURIBOR-Basis wird der für eine Periode gültige Zinssatz usancegemäß zwei Bankarbeitstage vor Beginn der jeweiligen Periode festgelegt. Der sich daraus ergebende Zinsbetrag wird dann am Ende fällig. Statt der beschriebenen Fixierung des EURIBORs am Anfang, wie im Normalfall, kann das Fixing auch am Ende der jeweiligen Periode erfolgen (Fixing in Arrears). Die Zahlung des Zinsbetrags erfolgt dann sofort, wie bei der regulären Finanzierung, mit zweitägiger Valuta. In einem EURIBOR in Arrears Swap tauschen somit beide Swappartner die Zinsen auf EURIBOR-Basis aus, wobei sich nur die Fixingzeitpunkte unterscheiden: Fixing zu Beginn der Periode gegen Fixing am Ende der Periode (Fixing in Arrears). Aufgrund dieser Verschiebung ergeben sich Auf- oder Abschläge (Spread) zum EURIBOR, die während der Laufzeit des Swaps konstant bleiben. Die Form der aktuellen Zinsstrukturkurve mit ihren Implikationen spiegelt sich in diesem Spread wider. Dadurch lassen sich z.B. EURIBOR minus (bei normaler Zinsstruktur) Finanzierungen erreichen, jedoch mit dem Risiko, dass der EURIBOR während der Laufzeit durchschnittlich höher ansteigt als dieser Spread. Dieser Auf- bzw. Abschlag kann auch in einen festen Satz transformiert werden, so dass ein Festzins gegen einen EURIBOR in Arrears Cash Flow getauscht wird. Flex Cap/Floor Der Flex Cap/Floor ist eine Variante des bereits beschriebenen Caps/Floors. Bei dieser Variante sind nicht wie beim "Original", alle Teilperioden innerhalb der Laufzeit gegen Zinsanstieg/-rückgang gesichert, sondern nur eine im Voraus zu bestimmende begrenzte Anzahl von Teilperioden. Während der Laufzeit dieser Option kann der Optionsinhaber dann zu jedem Fixingtermin frei entscheiden, ob für diese Teilperiode die Sicherung greifen soll oder nicht. Dies hat für den Käufer der Option den Vorteil, dass die zu zahlende Optionsprämie im Vergleich zum regulären Cap geringer wird. Das Risiko für den Optionsinhaber ist jedoch, dass ihm vor Ende des gedachten Zinssicherungshorizonts die Sicherungsperioden "ausgehen" können. Das gilt vor allem dann, wenn die Zinsstrukturkurve bspw. beim Flex Cap von einer normalen Form hin zu einer flachen bis inversen Struktur in der Weise dreht, dass der EURIBOR für die Restlaufzeit oberhalb des Strikes liegt. Entsprechendes gilt beim Flex Floor umgekehrt.
Floor
Beschreibung Analog zum Cap sind Floors Optionen, bei denen Folgendes vereinbart wird:
Wirkungsweise Der Floor dient der Absicherung gegen das Risiko fallender kurzfristiger Zinssätze. Unterschreitet der jeweilige Referenzzins (EURIBOR) an den vereinbarten Stichtagen die vorgegebene Zinsuntergrenze (Strike), wird die Zinsdifferenz, bezogen auf den Nominalbetrag und die jeweilige Zinsperiode, am Ende der Zinsperiode an den Käufer ausgeschüttet. Ausschüttung Nominalbetrag x (Floor-Strike ./. EURIBOR) x Tage Zinsperiode/360 Beispiel:
Anwendungsmöglichkeiten Z.B. kann durch den Kauf eines Floors das Risiko zinsvariabler Geldanlagen begrenzt werden. Das Unternehmen ist gegen fallende Zinssätze abgesichert, kann aber weiterhin an steigenden Zinsen in vollem Umfang partizipieren. Der Verkäufer eines Floors trägt das Risiko, bei sinkenden Zinssätzen in Anspruch genommen zu werden (Stillhalterposition). Hierfür erhält er eine Prämie. Der Abschluss eines Floors ist unabhängig von dem Grundgeschäft. Ein Floor kann auch für ein bereits bestehendes Grundgeschäft abgeschlossen werden. Floor-Produkte Forward Floor: ein Floor mit in der Zukunft liegendem Laufzeitbeginn
FRA
Beschreibung Ein FRA ist eine Vereinbarung zweier Vertragsparteien
Wirkungsweise Zwei Handelstage vor Beginn der Zinsperiode wird der Referenzzinssatz (EURIBOR) festgestellt und die Differenz zum vereinbarten FRA-Zins ermittelt. Die Differenz wird dem festgestellten Referenzzinssatz diskontiert und zu Beginn der Zinsperiode ausbezahlt. ![]() Ausschüttung ![]() Beispiel:
Anwendungsmöglichkeiten Mit dem Einsatz von FRAs kann das Unternehmen entsprechend seiner Zinseinschätzung bestehende oder bereits jetzt bekannte in der Zukunft liegende Geldaufnahmen bzw. Geldanlagen zinssichern. Durch Verknüpfung mehrerer aufeinander folgender FRAs können längere Perioden abgesichert werden. Bei Zeiträumen über einem Jahr sind jedoch Zinsswaps i.d.R. günstiger. Der Abschluss eines FRAs ist unabhängig von der Kreditaufnahme bzw. Geldanlage und mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden.
Partizipationsstruktur
Allen diesen Strukturen ist gemeinsam, dass einem variablen Zinsrisiko (i.d.R. EURIBOR) risikobegrenzende Cap-/Floor-Optionen beigemischt werden, deren Prämienaufkommen durch den Verkauf einer oder mehrerer anderer chancenbegrenzender Cap-/Floor-Optionen zum Teil oder vollständig finanziert werden. Die häufigsten Strukturen sind: Collar (Collared Floater) Bei diesem Produkt handelt es sich um eine/n variabel verzinsliche/n Anleihe/Kredit bei der/dem der Referenzzins z.B. EURIBOR sich nur innerhalb einer Bandbreite bewegt. Dabei werden ein Mindestzins (Floor-Zins) und ein Maximalzins (Cap-Zins) definiert. Der Anle-ger/Kreditnehmer partizipiert nur innerhalb der bestimmten Bandbreite. Zero-Cost Collar Spezialfall des Collars, wenn bei unterschiedlichen Strikes, aber gleichen zugrunde liegenden Nominalbeträgen das Prämienaufkommen genau neutralisiert wird. Weighted Collar Bei diesem Collar werden zusätzlich unterschiedliche Nominalbeträge und/oder Laufzeiten gehandelt, um von einem bestimmten Zinsszenario stärker partizipieren zu können. ![]()
Pay later-Option
Bei dieser Art der Option liegt die Besonderheit in der Zahlungsmodalität der Optionsprämie. Wird die Option nicht ausgeübt, muss keine Prämie gezahlt werden. Allerdings muss die Option ausgeübt werden, wenn sie bei Fälligkeit im Geld ist. Dann muss auch die Prämie gezahlt werden. Also auch, wenn der innere Wert der Option geringer ist als die zu zahlende Prämie. Anwendung z.B. bei Swap-Optionen als sog. Pay later Swap-Optionen. Synthetisch ließe sich die P l Swaption z. B. mit dem Kauf einer Standard-Payer Swaption sowie dem gleichzeitigen Verkauf einer binären Option darstellen, deren Prämienaufkommen die Prämie der Swaption neutralisiert. ![]()
Reverse Cap/Floor
Bei dieser Art der Option liegt die Besonderheit in der Zahlungsmodalität der Optionsprämie. Wird die Option nicht ausgeübt, muss keine Prämie gezahlt werden. Bei dieser Konstruktion handelt es sich um einen Cap/Floor, bei dem die Zinssicherungsober/-untergrenze für die jeweilige Sicherungsperiode bei Erreichen bzw. Über-/Unterschreiten eines bestimmten, vom Strike unabhängig gesetzten Zinsniveaus des Underlyings, i.d.R. EURIBOR, aufgehoben wird. Kehrt der LIBOR jedoch unter/über das gesetzte Zinsniveau zurück, greift wieder der Cap/Floor. Bspw. 5-Jahres Cap, Strike 6% , Knock-out Level 8%, vs. 6 Mon. EURIBOR. Diese Art der Produktkombination dient in erster Linie der Optionspreisverbilligung, die sich vor allem anbietet, wenn eine starke Markterwartung besteht. Denn im Beispiel wird im Falle des Überschreitens des EURIBORs von 8% die ursprünglich gewollte Sicherung aufgehoben. ![]()
Reverse Floater
Bei diesem Produkt handelt es sich in der Regel um eine variabel verzinsliche Anleihe, bei der sich der zu zahlende Zins aus der Differenz zwischen einem hohen - "willkürlich" gewählten - Fixsatz und einem niedrigeren veränderlichen Referenzzins, z.B. EURIBOR, ergibt. Ist der Referenzzins mit einem Faktor von z.B. zwei versehen, spricht man von einem Double Reverse Floater. Synthetisch entspricht diese Konstruktion idealtypisch dem Kauf einer festverzinslichen Anleihe in Kombination mit einem Zinsswap, der hinsichtlich Laufzeit, Kupon, Startpunkt und Nominalbetrag eine bestimmte gewünschte Struktur haben kann, sowie dem Kauf eines Caps. Diese Form ist für Investoren gedacht, die mit sinkenden EURIBOR-Zinssätzen rechnen. Dabei ist der maximale Zins in der Regel der Fixsatz und minimal ein Null-Zins (Cap-Komponente). ![]()
Swaption
Beschreibung Mit einer Swaption erwirbt der Käufer das Recht
Wirkungsweise Die Swaption sichert dem Käufer die Möglichkeit, die Verzinsung einer Anlage oder eines Kredits zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf von variabel in fest bzw. umgekehrt "drehen" zu können. Ferner können Swaptions zur Absicherung der Zinskosten zukünftiger Zahlungsströme, deren Zustandekommen noch ungewiss ist, gekauft werden (z.B. Akquisitions- und Projektfinanzierungen). Der Verkäufer einer Swaption kann als Stillhalter durch die erhaltene Prämie seine Finanzierungskosten vermindern bzw. die Rendite als seine Aktiva erhöhen. In der Grafik "Zinsmanagement mit Swaptions" sind die Anwendungsmöglichkeiten bei gegebener Zinsbindung des Kredits bzw. der Geldanlage dargestellt. Swaption-Produkte Pay later Swaption: Die Optionsprämie ist bei Fälligkeit der Option und dann lediglich nur bei Eintritt des "versicherten" Ereignisses zu zahlen. Barrier Swaption: Wenn während der Optionslaufzeit ein vereinbartes Ereignis eintritt, wird die Option "aktiviert" (Knock-in) oder "deaktiviert" (Knock-out). Die Optionsprämie ist vorab fällig. Standardvertragsausstattung
Zinsswap
Beschreibung Ein Zinsswap ist eine Vereinbarung
Wirkungsweise An den bei Geschäftsabschluss vereinbarten Terminen zahlt der jeweils zur Zahlung Verpflichtete den vereinbarten Zins an seinen Swappartner. Anwendungsmöglichkeiten Mit dem Einsatz von Zinsswaps kann ein Unternehmen entsprechend seiner Zinseinschätzung die Steuerung seiner Verbindlichkeiten und Anlagen vornehmen, ohne bereits getroffene Liquiditätsdispositionen verändern zu müssen. Festzinsverbindlichkeiten/ -anlagen werden in variabel verzinsliche Verbindlichkeiten/Anlagen umgewandelt und umgekehrt. In der Matrix "Zinseinschätzung" sind zu der jeweiligen Kombination von Zinseinschätzung und Zinsbindung der Verbindlichkeit/Geldanlage Maßnahmen einer geeigneten Zinssteuerung mittels des Zinsswaps aufgeführt. Der Abschluss eines Zinsswaps ist unabhängig von dem Grundgeschäft. Ein Zinsswap kann auch über bereits bestehende Grundgeschäfte abgeschlossen werden. Eingegangene Positionen können durch Verkauf oder Abtretung des entsprechenden Zinsswaps rückgängig gemacht werden. Zinsswap-Strukturen Forward-Swap: Die Laufzeit des Zinsswaps beginnt an einem in der Zukunft liegenden Termin Amortized-Swap: Zinsswap mit Tilgungsstruktur Asset-Swap: Zinsswap in Verbindung mit einem Wertpapier Standardvertragsgestaltung
Zinswährungsswap
Beschreibung Ein Währungsswap ist die Vereinbarung
In der Regel werden die Nominalbeträge am Anfang und am Ende getauscht. Möglich ist auch ein Austausch nur am Ende. Wirkungsweise Die Zahlungsströme erfolgen in zwei verschiedenen Währungen, wobei die Zinszahlungen der Beteiligten gegenseitig während der Laufzeit auf den jeweiligen Währungsbetrag erfolgen. Abgrenzung zum Devisenswap Beim Zinswährungsswap kommen die Zinsdifferenzen der beteiligten Währungen nicht in Auf- oder Abschlägen zum Ausdruck, sondern durch die effektive Begleichung der Zinsen in der jeweiligen Währung während der Laufzeit. Mit Zinswährungsswaps lassen sich Zeiträume bis zu 10 Jahren darstellen, in Ausnahmefällen auch längere Laufzeiten. Lange FX-Swaps werden durch Zinswährungsswaps dargestellt. Anwendungsmöglichkeiten Günstigere Refinanzierungskosten als bei einer direkten Emission in der "Ziel"- Währung (komparative Kostenvorteile) Internationale Diversifikation von Rentenportefeuilles, ohne dem Währungsrisiko ausgesetzt zu sein Konzernfinanzierung in Fremdwährung Nutzung von "Swapfenstern" Beim Zinswährungsswap kann man mehrere Varianten unterscheiden:
Standardvertragsgestaltung
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