Carl Fürstenberg - Inhaber der Berliner Handels-Gesellschaft

Seit 1854 im Dienst von Unternehmen und Industrie

Die BHF-BANK ist aus der Frankfurter Bank und der Berliner Handels-Gesellschaft hervorgegangen.

Frankfurter Bank - Berliner Bank

Seit 1854 im Dienst von Unternehmen und Industrie

Frankfurter Bank
Die Frankfurter Bank wurde 1854 als Notenbank der Freien Stadt Frankfurt ins Leben gerufen. Doch die Reichsgründung 1871 und die anschließende Vereinheitlichung des Geldwesens in Deutschland bedeuteten das Ende der Frankfurter Noten. Die Frankfurter Bank konzentrierte sich fortan auf die mündelsichere Verwaltung großer Vermögen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sie sich erneut, nämlich zu einer Universalbank; denn der Preußische Staat, der ihr einst das Privileg der Mündelsicherheit verliehen hatte, existierte nicht mehr. Das Haus betrieb unter anderem Geldgeschäft, Devisenhandel, baute ein Firmenkundengeschäft auf, begann Anleihen zu emittieren, erweiterte die Vermögensverwaltung.

In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts hatte sich die Frankfurter Bank in der Spitzengruppe der privaten Kreditinstitute etabliert. In ihrem Aufsichtsrat waren die Vorstandschefs großer Industrieunternehmen. Zu ihren Kunden zählten vermögende Unternehmerfamilien sowie namhafte nationale und internationale Firmen.
 
Berliner Handels-Gesellschaft
Die Berliner Handels-Gesellschaft nahm 1856 ihre Geschäfte auf. Die Bank war eine Gründung der Preußischen Hochfinanz; sie benötigte ein kapitalstarkes Institut, das als Industriebank der aufstrebenden deutschen Volkswirtschaft den Weg bahnte.

Rund fünfzig Jahre prägte Carl Fürstenberg die Entwicklung des Hauses, er war einer der profiliertesten Bankiers seiner Zeit. Auch der spätere Reichsaußenminister Walther Rathenau war von 1902 bis 1907 Mitinhaber der Berliner Handels-Gesellschaft.

Kapital für den Bau großer Eisenbahnlinien bereitzustellen, war eines der Kerngeschäfte der Bank. Gleichzeitig finanzierte sie den Kapazitätenausbau von Unternehmen der Schwerindustrie, Elektrotechnik, Chemie und war Finanzpartner bei Übernahmen und Fusionen. Im beginnenden 20. Jahrhundert gehörte die Berliner Handels-Gesellschaft neben der Deutschen Bank, der Disconto-Gesellschaft und der Dresdner Bank zu den führenden Finanzhäusern Deutschlands.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Berliner Handels-Gesellschaft von den Sowjets enteignet. 1948 nahm sie ihre Geschäftstätigkeit in Frankfurt neu auf  und betrieb den Wiedereinstieg ins internationale Geschäft. In kürzester Zeit war ihre Kundenliste wieder ein „Who’s who“ der deutschen Wirtschaft; sie betreute Emissionen u.a. von AEG, Allianz, BASF, BMW, Münchner Rück, Siemens, Thyssen und VW.

BHF-BANK
1970 fusionierten die Frankfurter Bank und die Berliner Handels-Gesellschaft zur BHF-BANK und schufen damit die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Beide Banken waren zwar auch allein wirtschaftlich sehr erfolgreich; dennoch suchten sie den Zusammenschluss mit einem starken Partner, um dem Finanzierungsbedarf ihrer auch international wachsenden Kunden gerecht zu werden. Die Strategie der Folgejahre orientierte sich an der Idee einer „Deutschen Merchantbank“.

Die Frankfurter Bank und die Berliner Handels-Gesellschaft waren stets Innovationstreiber. Die BHF-BANK schließt an diese Tradition an: In den vergangenen Jahren hat sie ihr Leistungsportfolio dem neuen Umfeld und den veränderten Kundenanforderungen angepasst. Ihre Produkte in der Vermögensverwaltung setzen anerkannte Maßstäbe hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wertentwicklung.

Die BHF-BANK besitzt ein risikoaverses, konsequent auf die Bedürfnisse der mittelständischen Realwirtschaft ausgerichtetes Geschäftsmodell. Als Vermögensverwaltungsbank betreut sie große Vermögen und unterstützt den industriellen Mittelstand bei komplexen Fragen der Strukturierung von Eigenkapital und Fremdkapital.

2016 wurde die BHF-BANK von Oddo & Cie erworben und ist nun Teil einer familiengeführten deutsch-französischen Finanzgruppe.